Leute, haltet mehr Hühner

Leserbrief zum Dioxin-Skandal 2011

Sakura

Der durch dioxinhaltiges Futtermittel hervorgerufene aktuelle Skandal um Hühnereier und Hühnerfleisch geht an uns total vorbei. Schon seit vielen Jahren halten wir ein für unseren Hausbedarf an Eiern ausreichend großes Hühnervölkchen mit stets 3 – 4 Hennen und einem stolzen Hahn dabei. Wir bekommen jeden Tag frische Eier aus dem eigenen Garten und brauchen so gut wie nie welche zu kaufen. Selbst bei den arktischen Temperaturen im Dezember haben unsere Hühner „durchgelegt“ und das harsche Wetter macht ihnen nichts aus. Bezüglich unseres Eierbedarfs sind wir autark.

Sakura

In Zeiten des stärker werdenden Wunsches nach gesunden Lebensmitteln frage ich mich, warum nicht mehr Leute selber ein paar Hühner halten. Selbst in den Dörfern im Rhein-Sieg-Kreis und Bonn sehe ich nur noch ganz selten Hühner fröhlich im Garten scharren. Dabei ist es doch so einfach und preiswert, ein paar Hennen für den eigenen Hausgebrauch zu halten. Die Tiere brauchen ein paar Quadratmeter Gehege, einen trockenen Stall und natürlich neben Körnerfutter und Wasser einen Platz zum Eier legen. Für Freunde moderner Wohnkultur gibt es heutzutage sogar schicke mobile Hühnergehege, deren Häuser in poppigen Farben leuchten. Hühner sind im übrigen die besten Spielkameraden für Kinder. Sind Wellensittiche, Goldhamster und Meerschweinchen doch empfindliche Tiere, können Hühner „einiges ab“. Hennen können daneben auch noch zahmer als ein Pudel werden und erfreuen immer wieder durch ihre Fröhlichkeit.

Ich empfehle, „Leute, haltet mehr Hühner im eigenen Garten“, dann lässt Euch der Dioxin-Skandal kalt!